Patienteninformation zum Terminservice- und Versorgungsgesetz

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten, wir sind seit dem 01.09.2019 per Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) verpflichtet, Ihnen eine offene Sprechstunde anzubieten. Bei dem vom Gesetzgeber definierten Konzept der „offenen Sprechstunde“ ist von Praxen ein bestimmter Zeitraum festzulegen, in dem sich die Patienten ohne vorherige Terminanmeldung oder Terminabstimmung in der Praxis vorstellen können.

Hinweis:

Bitte beachten Sie, dass es bei erhöhter Inanspruchnahme der offenen Sprechstunde sein kann, dass Sie nicht am selben Tag angenommen werden können. In diesem Fall müssen Sie es an einem anderen Tag erneut versuchen. Es gibt prinzipiell keinen Anspruch auf eine Behandlung, sondern die Ärztinnen und Ärzte entscheiden je nach Inanspruchnahme und Auslastung der offenen Sprechstunde, wie viele Patientinnen und Patienten konsultiert werden können.

Ausbildung Ergotherapeut / in

Ausbildungsbeginn jährlich ab dem 01.10.

Wir als OGD glauben, dass die Zukunft der Gesundheit durch Innovation, Menschlichkeit und vorausschauendes Handeln gestaltet wird. Mit jedem Schritt, den wir heute machen, setzen wir neue Maßstäbe für eine bessere, ganzheitliche Gesundheitsversorgung von morgen.

Neurologische und psychische Bedürfnisse

Im Bereich der Neurologie arbeiten Ergotherapeuten und -therapeutinnen vor allem in der Rehabilitation von Patient/innen mit Nervenschädigungen, etwa nach einem Schlaganfall. Je nach Schweregrad können Patient/innen einfache sensomotorische Fähigkeiten wie Greifen oder das Bewegen einzelner Körperteile verlieren. Ergotherapeuten und -therapeutinnen unterstützen diese Patient/innen, oft in Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten und -therapeutinnen, dabei, ihre Körperwahrnehmung schrittweise wiederherzustellen. Sie setzen dabei grob- und feinmotorische Übungen sowie das Training von Alltagskompetenzen ein.

Ergotherapeuten und -therapeutinnen unterstützen psychisch erkrankte Menschen dabei, ihre Alltagsfähigkeiten zurückzugewinnen. Sie fördern die Wahrnehmung von sich selbst und anderen sowie die Entwicklung sozialer Kompetenzen. Durch kreative Aktivitäten stärken sie das Selbstvertrauen ihrer Patient/innen und helfen ihnen, einen geregelten Tagesablauf zu etablieren. Darüber hinaus begleiten sie die Wiedereingliederung in das gesellschaftliche Leben.

Geriatrie und Pädiatrie

Mit zunehmendem Alter können körperliche, seelische und geistige Beeinträchtigungen die motorische Handlungsfähigkeit einschränken. Um die Lebensqualität von Senior/innen zu steigern, motivieren Ergotherapeuten und -therapeutinnen zu Bewegung und fördern die Teilnahme an sozialen Aktivitäten. In Altenheimen organisieren sie beispielsweise Gedächtnisspiele und bieten Aktivitäten wie Kochen oder Basteln an, um die motorischen Fähigkeiten zu erhalten.
Im Bereich der Pädiatrie unterstützen Ergotherapeuten und -therapeutinnen Kinder mit körperlichen, geistigen oder seelischen Entwicklungsdefiziten, wie etwa Störungen des Bewegungsapparates, Lern- und Konzentrationsschwächen oder Verhaltensauffälligkeiten wie ADS und ADHS. Sie entwickeln individuelle Therapiepläne, die auch die Eltern und Bezugspersonen einbeziehen. Ziel ist es, die Motorik, Koordination, Wahrnehmung und Kommunikation der Kinder zu fördern, um ihre Integration in den Alltag von Kindergarten oder Schule zu erleichtern.

Orthopädie, Rheumatologie und Traumatologie

Ergotherapeuten und -therapeutinnen arbeiten auch in den Bereichen Orthopädie, Rheumatologie und Traumatologie, wo sie Patient/innen mit Amputationen, Lähmungen oder traumatischen und degenerativen Störungen betreuen. Sie unterstützen z.B. Menschen mit Lähmungen dabei, Bewegungsabläufe umzuprogrammieren und alternative Körperteile zu nutzen, etwa die andere Hand. Zudem helfen sie, die Alltagsumgebung an die gesundheitlichen Bedürfnisse der Patient/innen anzupassen, zum Beispiel durch ergonomische Anpassungen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

  • Ergotherapiebedarf feststellen, Patient/innen über die vorgesehenen Interventionen beraten und individuelle Behandlungsziele festlegen
  • Probleme mit dem Klienten besprechen, das Vorgehen der Therapie erläutern und gegebenenfalls finanzielle Aspekte klären, die ärztliche Verordnung auf ihre Indikation prüfen
  • Einflüsse von Krankheit, Behinderungen und Umweltfaktoren erfassen und in der Ergotherapie berücksichtigen
  • Behandlungsansätze und therapeutische Mittel unter Berücksichtigung der individuellen Krankheitsgeschichte auswählen, das Therapiekonzept planen, überwachen und dokumentieren
  • Im Rahmen des Case-Managements mit Ärzt/innen, Psycholog/innen und anderen Fachkräften aus Medizin, Therapie und Pädagogik zusammenarbeiten
  • Therapiegruppen planen, überwachen und gegebenenfalls Korrekturbedarf feststellen
  • Behandlungsprozesse kontinuierlich dokumentieren
  • Im Bereich Neurologie werden die motorischen Fähigkeiten von Schlaganfallpatient/innen gezielt gefördert
  • Im Bereich Psychiatrie erhalten Suchtkranke Unterstützung, um ihren Alltag zu bewältigen und ihre Selbstwahrnehmung durch kreative Methoden zu stärken
  • Im Bereich Geriatrie werden Senior/innen zu regelmäßiger Bewegung motiviert und Gedächtnistrainings zur Vorbeugung von Demenz durchgeführt
  • Im Bereich Pädiatrie wird die Therapie von Schulkinder mit Lern- und Konzentrationsschwächen fokussiert
  • Im Bereich Arbeitstherapie erfolgt die Wiedereingliederung von Patient/innen nach Unfällen, durch die ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen und das Einüben von Arbeitsabläufen
  • Im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention wird die Lernfreude von Kindern spielerisch gefördert
  • In den Bereichen Orthopädie, Rheumatologie und Traumatologie werden Bewegungsabläufe neu erlernt und optimiert
  • In der Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen wird Stabilität und Konzentration durch gezielte Trainingsmaßnahmen aufgebaut
  • Während der Behandlung werden Patient/innen angeleitet, motiviert und in ihren emotionalen sowie affektiven Fähigkeiten unterstützt
  • Geeignete Hilfsmittel werden ausgewählt, wie z.B. die ergonomische Anpassung von Haushalts- oder Arbeitsplatzumgebungen oder das Einüben des Umgangs mit Prothesen und Hilfsmitteln
  • Die Förderung der Auseinandersetzung mit der Umwelt und die Kompensation von Defiziten stehen im Vordergrund
  • Das Ziel ist, die Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit der Patient/innen im Alltag, in der Schule und im weiteren Umfeld zu maximieren und ihre Integration in Familie und Gesellschaft zu unterstützen

Gesundheit
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