Mit einer Protestaktion am 11.06.2026 machten die Mitarbeitenden der OGD auf die drohenden Folgen des vom Bundesministerium für Gesundheit geplanten GKV-Betragsstabilisierungsgesetzes aufmerksam und warnten vor entstehenden Versorgungslücken.
Finanzierte Fallzahlen sinken deutlich – Patientinnen und Patienten in ländlichen Regionen und spezialisierte Ärzte sind besonders betroffen.
Die Ostprignitz-Ruppiner Gesundheitsdienste (OGD) warnen vor spürbaren Folgen des GKV-Betragsstabilisierungsgesetzes für die ambulante Versorgung. Nach aktueller Auswertung sinkt die finanzierte Behandlungszahl je Arzt und Quartal im Durchschnitt um 13,6 Prozent. Aus bislang 31.944 geleisteten Behandlungsfällen würden künftig nur noch 27.603 Fälle finanziert.
„Die Beitragssatzstabilisierung darf nicht zulasten der Versorgungssicherheit gehen – gerade nicht in ländlichen Regionen“, so die zentrale Botschaft der Betriebsleitung der OGD. Besonders betroffen seien spezialisierte und chronische Versorgungsbereiche.
Die OGD fordert deshalb ein Ende verdeckter Leistungskürzungen, gezielte Sicherungsmechanismen für besonders betroffene Regionen und Fachgruppen sowie den Erhalt wirksamer Anreize für zusätzliche Behandlungstermine und offene Sprechstunden.